Autobauer und fünf weitere Organisationen ausgezeichnet.
Anfang September wurden erneut in Köln der ÖkoGlobe verliehen. Er ist der erste internationale Umweltpreis, bei dem ausschließlich ökologische Kriterien in die Wertung einfließen. Die Jury, angeführt vom Automobilexperten Professor Dr. Ferdinand Dudenhöffer, legt dabei besonderes Augenmerk auf Reichweite, Alltagstauglichkeit und Serienreife. Insgesamt wurden fünf ÖkoGlobes für Elektroautos vergeben.
Die Gewinner
Mercedes-Benz wurde für die B-Klasse F-CELL, eine Elektroauto, das seinen Strom aus einer Brennstoffzelle bezieht, mit dem ÖkoGlobe ausgezeichnet. Bereits Ende 2009 haben wir mit der Serienproduktion unserer B-Klasse F-Cell begonnen.

Mitsubishi und Peugeot wurden für die baugleichen, mit Lithium-Ionen Batterien ausgestatteten, Elektroautos i MieV und iOn mit dem ÖkoGlobe ausgezeichnet. Nissan erhielt erneut für sein Elektroauto Nissan LEAF einen Preis, da es in den USA zu dem beachtenswerten Preis von 32.750 US-Dollar angeboten wird. Innovative Technik und die hohen Investitionen der Nissan-Renault-Allianz in die Batterieproduktion haben es ermöglicht, bereits beim ersten Großserien-Elektroauto den niedrigen Fahrzeugpreis zu realisieren.

Neben den klassischen Autobauern vergab die Jury für den Kleintransporter Terryman der Xenova GmbH einen ÖkoGlobe. Die Xenova GmbH aus Düsseldorf ist der erste Hersteller einer neuen Generation originärer Elektrofahrzeuge und konzentriert sich auf Nischenmärkte in Europa.

E-Mobility
Der Schwerpunkt der über 100 eingereichten Innovationen für den ÖkoGlobe lag auf dem Zukunftsthema Elektromobilität. „Wichtige deutsche Unternehmen können sich zwar beim Elektroauto sehen lassen, aber wir müssen aufpassen, daß Deutschland nicht den Anschluß verliert“, betont der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. Im Gegensatz zu China, Japan, den USA oder Frankreich mangelt es in Deutschland an der politischen Unterstützung. Die Bundesregierung muß sich deutlich stärker und profilierter für Elektromobilität engagieren. Das zeigen die ÖkoGlobes für Mitsubishi, Peugeot, Nissan sowie die bisherigen Programme in Deutschland, so Dudenhöffer. In Deutschland werden Budgets zu föderalistisch – nach dem Gießkannenprinzip verteilt. So werden beim größten deutschen Projekt mit acht Modellregionen 190 Projekte gefördert. Pro Projekt sind das im Schnitt 605.000 Euro. So wird man sicher nicht zum Leitmarkt für Elektromobilität, sagte Dudenhöffer.