Thomas RentschAufgepasst im Straßenverkehr!

Nicht nur für Fahranfänger heißt es jetzt aufpassen! Auch für erfahrene Autofahrer ist jetzt besondere Vorsicht angesagt: Die hessischen Schulferien sind vorbei. Nun sind die kleinen, neuen ABC-Schützen eigenverantwortlich mobil im Straßenverkehr unterwegs. Darauf sollte man sich als Autofahrer einstellen. Gerade morgens ist besondere Vorsicht geboten. Der Verkehr wird wenig beachtet, wenn die Kids vielleicht noch schläfrig sind oder neue Schulkameraden die Aufmerksamkeit vom Schulweg ablenken. Studien haben gezeigt, dass Grundschulkinder die Geschwindigkeit von Autos ab 30 km/h nicht einschätzen können, und dass es deshalb vermehrt zu Unfällen mit kleinen Kindern kommt. Als Autofahrer sollte man sich das immer wieder ins Gedächtnis rufen.

Vorausschauend Fahren

Kinder nehmen ihre Umgebung anders als Erwachsene wahr und werden so leicht zu Unfallopfern. Dementsprechend sollte in Wohngebieten in 30er Zonen langsam gefahren werden und in verkehrsberuhigten Straßen, im Volksmund gern „Spielstraßen“ genannt,
die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit eingehalten werden. Besonders gefährlich ist die Situation beim Halten von Bussen. Wenn der Bus mit eingeschalteter Warnblink-Anlage stoppt oder anfährt, darf dieser nicht überholt werden. Steht der Bus an der Haltestelle, ob Linien- oder Schulbus, darf in Schrittgeschwindigkeit daran vorbeigefahren werden. Das gilt übrigens auch für den entgegenkommenden Verkehr, wenn die gleiche Fahrbahn benutzt wird. Zu groß ist die Gefahr, dass Kinder oder auch andere Busfahrgäste noch in letzter Minute versuchen, den Bus zu erwischen und direkt vor das Auto laufen oder beim Aussteigen unaufmerksam sind. Wer da zu schnell unterwegs ist, kann kaum reagieren.

Auch als „Mamataxi“ ist besondere Vorsicht geboten. Viele Mütter bringen ihre Kinder morgens schnell – manchmal sogar unangeschnallt und ohne vorgeschriebenen Kindersitz – mit dem Auto zur Schule. Das so erhöhte Verkehrsaufkommen sorgt für verstopfte Straßen in der Umgebung von Schulen zu Schulbeginn und -ende. Da kann schnell der Überblick über den ringsum fließenden Verkehr zwischen vergessenem Pausenbrot, neuem Sportbeutel und zu schließender Regenjacke verloren gehen. Deshalb gilt vor vielen Schulen bereits ein absolutes Halteverbot. Dieses sollte nicht ignoriert werden, solche Verkehrsregeln machen Sinn und schützen letztendlich auch die eigenen Kinder.


Ihr Thomas Rentsch

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