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Car-Sharing in Rhein-Main

smart car2go-FahrzeugEchte Alternative oder Zukunftsmusik?

In unseren Städten wird es eng. Pakrplätze sind meist nur unzureichend vorhanden, sieht man mal davon ab, dass die meisten von uns eher unfreiwillig auf der Straße, nämlich im Stau, stehen. Zudem sind die wenigsten von uns den ganzen Tag auf den fahrbaren Untersatz angewiesen - vielleicht nur hin und zurück von der Arbeit, vielleicht nochmal schnell Getränke kaufen. Gerade werim Stadtbereich mit guter öffentlicher Anbindung wohnt, kann immer öfter auf das Auto verzichten und kommt damit meist auch noch günstiger und schneller weg. Wenn man dann aber doch mal die Oma im Taunus besuchen will, was dann? Car-Sharing bietet da eine interessante Möglichkeit, alle postiven eigenschaften eines Autos dann zu nutzen, wenn man sie wirklich braucht.

car2go-Projekt von Daimler

In mehreren Städten weltweit testet Daimler derzeit sein "car2go"-Projekt. Mit der Aufnahme des Betriebes im kanadischen Vancouver ist car2go derzeit in vier Städten nutzbar. Mit den angekündigten Betriebsaufnahmen in Amsterdam und im kalifornischen San Diego werden noch in diesem Jahr zwei weitere Städte dazukommen. Hier wird car2go zudem mit einer rein elektrisch betriebenen Flotte aus jeweils 300 smart fortwo electric drive starten, womit auch in technologischer Hinsicht eine neue Stufe erreicht werden wird. In den kommenden Jahren werden weitere Städte in großer Zahl dazukommen. In Deutschland wird das ganze in Hamburg getestet.

100 Tage nach dem Startschuss für car2go in der Hansestadt, lässt sich eine erste positive Bilanz ziehen. Das innovative Mobilitätskonzept aus dem Hause Daimler ist in Hamburg angekommen und die 300 blau-weißen smart fortwo der „car2go edition“ werden von zahlreichen Kunden intensiv und vielseitig genutzt. Die Partner car2go und Europcar ziehen ein erstes Fazit – nicht nur auf Basis der statistischen Kennziffern, sondern vor allem auch anhand einer Vielzahl qualitativer Erkenntnisse, die durch den regelmäßigen und intensiven Dialog mit den Kunden gewonnen wurden.

smart car2go-Fahrzeug

Im Rhein-Main-Gebiet

"book-n-drive" carsharing bietet in der Rhein-Main Region insgesamt 265 Autos an 145 Stationen, davon 122 Autos an 71 Stationen in Frankfurt, den Rest in Darmstadt, Mainz, Oberursel, Offenbach, Rüsselsheim und Wiesbaden. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie melden sich einfach online als Kunde an. Nach Erhalt der Kundenkarte mit PIN können sie ein Fahrzeug für jeden Zweck, wann immer Sie möchten, Stunden-, tage- oder wochenweise mieten. Die zugehörigen Fahrezeuge findet man in dezentralen Stationen im ganzen Frankfurter Stadtgebiet.  Entweder sie öffnen das Fahrezug direkt mit ihrer Kundenkarte oder bekommen von einem so genannten "Keymanager" den Schlüssel bereitgestellt.

Book'n drive

Ganz umsonst ist dieser Dienst natürlich nicht: Zu einem einmaligen Startpreis von 50 Euro gesellen sich zu Anfang noch direkt 60 Euro Jahresgebühr. Dann kann man vergleichsweise günstig für 2 Euro pro Stunde und pro anfallendem Kilometer 0,25 Euro einen Opel Agila mieten. Es gibt dazu mehrere Größenklassen für die Fahrzeuge, so dass man vom Kleinwagen bis zum Transporter ausgerüstet ist.

Stadtmobil Rhein-Main

Ein ähnliches Prinzip verfolgt auch stadtmobil Rhein-Main. Auch hier können an verschiedenen Stationen gemeinschaftlich genutzte Fahrzeuge per Online-Buchung ausgeliehen und dann mit Chipkarte und PIN-Code geöffnet und ausgeliehen werden. Mittlerweile sind sogar Stationen in Friedberg und Bad Vilbel etabliert und erfreuen einen regen Kundenstamm an „Car-Sharern“.

stadtmobil

Auch bei diesem Dienst fallen Kosten an. Einmalig muss eine Kaution von 400 Euro hinterlegt werden, dazu kommen 50 Euro „Beitrittsgebühr“. Weiter sind 9 Euro Monatseitrag fällig und 39 Euro pro Jahr als „Sicherungspaket“, sprich für Versicherung.  Ab dann fallen Gebühren je nach Wagen und gewähltem Tarif an. Bleiben wir wie oben beim Beispiel „Kleinwagen“ sind das zwischen 07.00-24.00 Uhr 1,90 pro Stunde und weitere 22 Cent (wenn unter 100 km gefahren wird) pro Kilometer. Wer ausschließlich online bucht, spart sich die Buchungsgebühr die am Telefon anfallen würde, immerhin 1 Euro pro Buchung

Fazit

Car-Sharing ist eine echte Alternative. Wenn ich nicht schnell mal die Kinder abholen muss. Denn wer unkompliziert und spontan ein Auto braucht, könnte Probleme bekommen. Denn beim Car-Sharing muss man organisieren, buchen, planen. Das fängt bei den verschiedenen Preismodellen an bis hin zur Buchung bzw. auch möglichen Spontannutzung. ‚Andererseits werden immer mehr Stationen aufgebaut und ein dichtes Netz gesponnen. book'n drive etwa strebt eine Netzdichte von 300 Metern an ­ in den dichtesten vernetzten Frankfurter Stadtteilen Bornheim, Bockenheim und Westend sind teilweise noch mehr Stationen vorhanden. In naher Zukunft ist auch denkbar, dass Autos beliebig zurückgegeben bzw. abgestellt werden können. Denn bisher muss  jedes Fahrzeug auch nochmal zurück an die „eigene“, feste  Verleihstation.

Aber merke: Wirklich billiger ist das Ganze nur, wenn die Ausleihe Ausnahme bleibt und nicht täglich ein Auto benutzt werden soll. Aber das ist eigentlich nicht mehr als logisch.  

 Mehr Informationen unter

Book'n drive

stadtmobil


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